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Immobilien in Spanien: Erster Anstieg der Preise für Häuser nach sieben Jahren

Das Ministerium für Entwicklung stellt fest, dass im zweiten Quartal der Preis für den Quadratmeter in Spanien erstmals wieder um 1,2% gestiegen ist.

Der durchschnittliche Preis für den privaten Wohnungsbau ist im zweiten Quartal 2015 auf 1476,80 Euro pro Quadratmeter gestiegen. Nachdem der Preis 26 Quartale in Folge geseunken ist, ist es der erste deutliche Anstieg seit dem dritten Quartal 2008. Das haben die neusten Daten aus dem Ministerium für Entwicklung ergeben.

Im Vergleich zum ersten Quartal 2015, in dem der Preis noch bei 1457,90 Euro pro Quadratmeter stand ist der Preis zwischen April und Juni um 1,3 Prozent gestiegen. Das ist deutlich mehr als noch in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres.

Vergleicht man die Zahlen allerdings mit dem ersten Quartal 2008 und somit dem Spitzenwert zu Zeiten des Immobilien-Booms, ist es immer noch ein Minus von 29,7 Prozent. Damals stand der Preis für den Quadratmeter bei 2100 Euro / m². Rechnet man die Steuern ein, ist es ein Rückgang um 36,6 Prozent zum damaligen Wert.

Dazu gibt es eine Aufschlüsselung der Entwicklungen je nach Region: Kanarische Inseln (4,1%), Madrid (3,5%), Aragon (3,5%), Extremadura (2,9%), Valencia (1,5%), Katalonien und die Balearen (1,4%). In sieben Regionen sind die Preise für den Quadratmeter jedoch weiterhin gesunken: Asturias (2,7%), Kastillien-La Mancha (1,5%), Murcia (1,3%) und La Rioja (1,3%).

In realer Rechnung, also unter Einbezug des Abzugs der Inflation, erlebt das zweite Quartal im Vergleich zum Vorjahr ein Wachstum um rund 1,5%.

Einer der wichtigsten Gründe für den ersten Anstieg seit dem Beginn der Krise, ist der gesteigerte Wert der Umgebung. Sie hat für den Anstieg in allen relevanten Bereichen gesorgt, was sich auch daran zeigt, dass die allgemeinen Preise in den letzten neun Quartalen beständig gestiegen sind.

Über Jahre waren starke Zuwächse auf dem Markt für Grundstücke und Immobilien zu sehen. Bis zu 56,6% im Jahr 2005 sind die entsprechenden Preise gestiegen, bis mit dem Beginn der Immobilienkrise im vierten Quartal 2008 ein Rückgang von 3,2% zu verzeichnen war. Seitdem hat sich der Preis von Wohnungen 26 Quartale in Folge nach unten bewegt, was unter anderem zu dem größten Verlust von 10% im Wert Ende 2012 geführt hat.

Auch die Art der Immobilie ist natürlich entscheidend. Während der durchschnittliche Preis von fünf Jahren für den privaten Wohnungsbau binnen von fünf Jahren auf 1732,90 Euro pro Quadratmeter stieg, ist bei bereits vorhandenen Wohnungen (älter als fünf Jahre) der Preis um etwa 1,3 Prozent auf 1467,5 Euro pro Quadratmeter gestiegen. Der Durchschnittspreis für Sozialwohnungen stieg in dieser Zeit um 0,4 Prozent auf 1094,60 Euro pro Quadratmeter.

Die Zahl der Immobilien, die für die Berechnung der Hauspreis herangezogen wird, beträgt derzeit 100.858 Stück. Das entspricht einer Steigerung von 6 Prozent während des Jahres 2014.

Die Statistiken der Notare

Der Generalrat der Notare veröffentlichte am Dienstag seine Statistiken. Der Verkauf von Häusern stieg im Juli um 10,7 Prozent im Vergleich zum Juli des letzten Jahres. Allerdings sind in diesem Zeitraum die Preise um weitere 2 Prozent gefallen.

Trotz der Schwankungen bei den verschiedenen Zahlen betonen die Notare, dass eine deutliche Entwicklung zu erkennen ist, die auf eine Stabilisierung auf dem Immobilienmarkt und eine Erholung bei den Umsätzen hindeutet.

Auch die Verkäufe von Wohnungen und privaten Immobilien dieser Art konnten sich in den letzten Monaten deutlich erholen. Der Verkauf von freien Wohnungen stieg um etwa 10,4 Prozent. Schon bei gebrauchten Wohnungen war im genannten Zeitraum eine Steigerung von 16,5 Prozent zu verzeichnen. Neue Wohnungen erlebten hingegen einen Rückgang von 21,7% im Vergleich zum Vorjahr. Beim Verkauf von Einfamilienhäusern zeigt sich ein starkes Wachstum von 20,3%.

Der Preis für den Quadratmeter lag bei 1247 Euro, was einem Rückgang von 2,4 Prozent entspricht, was auch im Bereich der Einfamilienhäuser zu bemerken ist. Hier ergibt sich momentan ein Verlust von etwa 3,4 Prozent.

Im Fall von Wohnungen stieg der Preis pro Quadratmeter bei einem Verkauf um 4,5 Prozent, während renovierte und neu gebaute Objekte eine Steigerung von immerhin 9,4 Prozent verzeichnen konnten.

Der Verkauf von anderen Geschäften rund um Immobilien lag bei 8969 Stück, was etwa 12 Prozent weniger als im Vorjahr waren. 37,1 Prozent dieser Geschäfte waren die Verkäufe von Grundstücken oder Teilgrundstücken. Die Preise dieser Transaktionen liegen bei 210 Euro pro Quadratmeter, was noch immer einem Verlust von 30,2 Prozent entspricht.

Auch bei den Krediten für Hypotheken ist eine Steigerung zu bemerken. Hier sind die Zahlen der Geschäfte um 17450 gestiegen, was immerhin ein Anstieg um 27,1 Prozent ist. Die durchschnittliche Höhe für einen Hypothekenkredit verringerte sich dabei um 1,5% auf 122.331 Euro.

Neue Gesellschaften rund um Immobilien sanken im Juli um 9,7 Prozent auf einen Wert von 8020, sind in ihrem Wert aber bei 19.019 Euro konstant geblieben.

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