Mittwoch , 28 Juni 2017
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Lebensmittel Versand

Einkaufen im Internet macht vielen bereits großen Spass. Ist es aber auch sinnvoll Lebensmittel im Internet zu verkaufen? Die deutsche Post möchte dazu den passenden Versandservice aufbauen. Ich werde deshalb einen Blick auf die Perspektiven und den aktuellen Stand den der Markt bietet werfen.

Die deutsche Post möchte etwas verändern

Die deutsche Post möchte bis 2016 die Infrakstruktur für den Versand von Lebensmitteln verbessern um eine optimale Lieferkette anbieten zu können und dem Markt besseren Service zu ermöglichen. Die deutsche Post hat bereits mit DHL zusammen ein Pilotprojekt mit den Online Shops Gourmundo.de, mytime.de und biodirect.de im Raum Köln durchgeführt. Außerdem hat die deutsche Post bereits die Mehrheit vom Lebensmittel Online-Shop allyouneed.com übernommen (einer der bekanntesten Shops in der Branche). Das zeigt, dass die Post nicht nur einen optimalen Service für Online Shops bieten möchte, sondern vor allem auch selbst in den Handel einsteigt.

Im Pilotprojekt wurden auch neue Möglichkeiten zum Versand getestet. Die Lebensmittel wurden mit Trockeneis geliefert oder auch mit Kühlschränken in den Lieferwagen. Die Kunden wurden per E-mail oder per SMS über den genauen Lieferzeitpunkt informiert, der Zeitpunkt konnte aber auch vorher schon ausgewählt werden. Bei den Lebensmitteln ist es sehr wichtig, dass diese direkt ankommen. Als Logistikzentrum für den Versand der Lebensmittel für allyouneed.com nutzt die Deutsche Post bislang ein zentrales Lager in Staufenberg.

Hier funktioniert der Handel mit den Lebensmitteln schon

Es gibt mittlerweile schon eine Menge Online Shops mit Lebensmitteln, das sieht man sofort wenn man bei Google den Suchbegriff „Lebensmittel kaufen“ eingibt. Die größten und bekanntesten sind derzeit gourmondo.de, allyouneed.com und mytime.de. Auch einige Supermärkte wie z. B. Edeka haben einen umfangreichen Online Shop gestartet.

Während gourmondo.de und der Shop von Dallmayr sich auf Premium Produkte spezialisiert haben, versuchen Anbieter wie allyouneed.de, mytime.de und die Shops der Supermärkte Alles anzubieten was es auch im Supermarkt gibt. Ein ganz anderes Modell bietet z. B. der Anbieter HelloFresh, hier werden Boxen geliefert mit den Zutaten für mehrere Mahlzeiten inkl. Rezepte und das scheint bis jetzt sehr gut zu funktionieren. Hello Fresh hat es auch geschafft sehr präsent zu sein in den Medien ohne selbst Geld für TV-Spots oder ähnliches ausgeben zu müssen, weil einfach das Konzept des Shops für Aufsehen und Interesse gesorgt hat.

Wollen die Menschen überhaupt Lebensmittel online bestellen?

Laut einer Studie der Universität Köln wollen etwa 50% der Menschen die schon einmal online Lebensmittel bestellt, die Ware nur bestellen wenn Sie direkt nach Hause geliefert werden. Das bedeutet also, dass die Abgabe der Bestellung online und die anschließende Abholung im Supermarkt für Viele schon mal sehr uninteressant ist. Dieses Konzept wird von einigen bekannten Supermarkt-Ketten angeboten. Außerdem sind laut der Studie drei Viertel aller Menschen mit den derzeitigen Einkaufsmöglichkeiten zufrieden (sprich mit dem normalen Einkauf im Supermarkt). Die Studie erwartet, dass der Online-Lebensmittelhandel in den nächsten 3 bis 4 Jahren ein Nischenmarkt bleibt und zeigt auf das laut einer Umfrage über 50% der Deutschen online keine Lebensmittel kaufen wollen.

Fazit

Ich denke, dass sich der Markt in 4 bis 5 Jahren sehr stark entwickeln wird, das Potenzial ist groß. Die Menschen sind nur noch nicht bereit Ihre Lebensmittel online zu bestellen (bislang zu geringe Nachfrage). Wenn man sich aber über Jahre an einen guten Service gewöhnt hat (diesen wird die deutsche Post ab 2016 mit Sicherheit bieten können)und auch die Preisstruktur sich an den Preisen in den Supermärkten anpasst, dann wird der Markt auch wachsen. Eigentlich gibt es dann keinen Grund dafür einen Einkauf online nicht durchzuführen, schließlich gibt es dadurch auch viele Vorteile wie z. B. eine hohe Zeitersparnis oder einen effektiveren Einkauf vom Schreibtisch aus.

Erster Pionier im deutschsprachigen Raum war die Otto Group mit einem Lebensmittel Shop, dieser wurde im Jahr 2003 bereits wieder geschlossen. Auch kleine Shops wie supermarkt.de haben es schwer, dieser wurde im Jahr 2012 wieder geschlossen wegen einer fehlenden Anschlussfinanzierung. Das zeigt deutlich wie schwierig der Markt ist und das man es als kleines Unternehmen sowie so sehr schwer hat.

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