Freitag , 23 Juni 2017
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Definition Factoring

Haben Sie sich schon mal mit Factoring beschäftigt? Wenn nicht wird es Zeit. Ich möchte ihnen erklären was Factoring bedeutet und wem es überhaupt weiterhilft.

Kurze Definition von Factoring

Beim Factoring verkauft ein Unternehmen seine Forderungen. Dadurch erhält das Unternehmen umgehend Zahlungseingänge. So können Zahlungen eingehen obwohl die Forderungen erst wesentlich später fällig werden. Außerdem wird das Ausfallrisiko sowie die Überwachung abgegeben.

Verständlicher wird es im nächsten Beispiel.

Ein Beispiel für Factoring

Wir haben einen Unternehmer A, dieser kauft Materialien zu Herstellung eines Produktes. Er erhält von seinem Lieferanten ein Zahlungsziel von 18 Tagen. Die Materialen werden vom Unternehmen A innerhalb von 5 Tagen verarbeitet. Das Produkt kann nun verkauft werden. Der Unternehmer A verkauft das Produkt direkt an den Kunden B. Unternehmer A schreibt dem Kunden B eine Rechnung mit einem Zahlungsziel von 60 Tagen. Der Unternehmer A wird sein Geld also frühestens 65 Tage nachdem er die Materialen gekauft hat erhalten. Um diese Spanne zu überbrücken kann der Unternehmer A das Factoring nutzen.

Der Unternehmer A hat viele Kosten, wie z. B. Löhne und Mieten. Er hat vom Factoring gehört und möchte damit seine Kosten schneller decken. Der Unternehmer A wird so zum Factoringnehmer. Der Unternehmer A schreibt weiterhin wie gewohnt seine Rechnung mit dem Zahlungsziel von 60 Tagen. Er gibt aber jetzt die Rechnung weiter an seinen Kunden und an einen Factoringgeber. Der Factoringgeber überweist dem Unternehmer A direkt nach Erhalt der Rechnung bis zu 90% des Rechnungsbetrags. Die restlichen 10% – X% behält der Factoringgeber ein aus Sicherheitsgründen (es könnte ja mal Abzüge geben) bis die Rechnung bezahlt wird.

Jetzt fragt man sich natürlich „Was verdient der Factoringgeber?“. Dieser nimmt für seine Leistungen eine Gebühr sowie einen Zinssatz für den direkt überwiesenen Betrag.

Der Vorteil wird an diesem Beispiel deutlich, Unternehmer A hat sofortige Liquidität und muss nicht wie gewohnt 60 Tage nach Rechnungsstellung auf seine Einnahmen warten.

Für wen ist Factoring geeignet?

Factoring ist für mittelständische Unternehmen gedacht. Es gibt Angebote von Factoringgeber die genutzt werden können ab einem Jahresumsatz von 50.000€. In verschiedenen Artikeln konnte ich lesen das es besser ist das Factoring erst mit etwa 200.000€ Jahresumsatz zu nutzen.

Wenn sie als Unternehmer einen Factoringgeber suchen dann können sie sich helfen lassen, hier können sie Factoring Anbieter vergleichen.

Eine Alternative für den Mittelstand – der Kontokorrentkredit

Der Kontokorrentkredit ist eine weitere Möglichkeit für Unternehmen um einen Liquiditätsengpass zu überbrücken. Dabei geht es um die Überziehungsmöglichkeiten bei ihrem Girokonto, das können Sie mit ihrer Bank ausverhandeln. Hier bekommen sie eine wichtige Information über Kontokorrentkredit vom Fachmann.

Fazit

Jeder mittelständischer Unternehmer sollte seinen finanziellen Möglichkeiten kennen. Der Kontokorrentkredit ist sehr bekannt aber das Factoring ist noch relativ unbekannt in Deutschland. Ich denke das Factoring kann für viele professionelle Unternehmen eine gute Möglichkeit sein um mehr Liquidität zu erreichen.

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